Waldumwandlungszwang von Baugrundstücken im B-Plan-Bereich

Achtung Grundstücksinterressenten!

Hier am Selma-Lagerlöf-Ring sind mehrere Grundstücke, die verkauft worden sind und zum Teil schon bebaut wurden, von der Försterei zum Wald erklärt worden, obwohl sie innerorts im B-Plangebiet liegen, und für das laut Aussage des Verkäufers Ersatzpflanzungen vorgenommen worden sind.

Unter Zwangsgeldandrohung werden wir nun von der Forstbehörde gezwungen, einen Waldumwandlungsantrag einzureichen, der eigentlich für Investoren mit wirtschaftlichen Interessen oder mit öffentlichen Interesse, nicht jedoch auf private Bauherren ausgerichtet ist. In dem Antrag ist keinerlei Hinweis auf die Kosten, die auf den Antragssteller zukommen werden.

So kann ein Grundstückskäufer die Kosten weder in der Baufinanzierung, noch für sein persönliches Budget einplanen. Auf die nachträglich Betroffenen kommt eine Zahlung in unbekannter Höhe zu. Unseren Nachbarn hat der Förster mit Rückbau des Hauses und einer Strafe bis zu 100.000 Euro gedroht.

Im Moment sieht es so aus, dass ungeachtet dessen, was Grundstücksverkäufer sagen oder schreiben, die Försterei beim Bauantrag oder auch erst nach Fertigstellung immer den Grundstücksbesitzer zur Waldumwandlung zwingen wird. Sie beruft sich damit auf das Brandenburger Waldgesetz, das jede Fläche, die mit Pflanzen bewachsen ist, die auch im Wald wachsen könnten Wald ist, egal was in den Karten des Katasteramts oder im B-Plan eingezeichnet ist.

Es ist alles Wald und es ist anscheinend ein neuer Trend, nicht nur in Borkwalde, auch in Michendorf und in Außenbezirken von Potsdam, dass das Forstamt auf diese Weise private Bauherren abkassiert und oft auch doppelt, auch wenn Jahre zuvor schon Ersatzpflanzungen für diese Flächen erfolgt sind.

Die beteiligten Behörden zucken nur die Schulter, sind unglücklich über diesen Zustand und warten, dass die Betroffenen selbst viel Zeit und Geld investieren, um an diesem ungerechten Zustand mit mehr oder weniger Aussicht auf Erfolg versuchen, etwas zu ändern.

Was wir im Moment tun können, ist Grundstückskäufer zu warnen, diese unbekannten Kosten mit in ihr Bauprojekt einzukalkulieren oder nur Grundstücke zu kaufen, für die ein rechtskräftiger Bescheid der Forstbehörde vorliegt, dass das Bauland dauerhaft kein Wald mehr ist.

Wir werden das nun so gut es geht öffentlich machen, mit Presse und Fernsehen, um auf den Missstand aufmerksam zu machen und andere Grundstücksinteressenten nicht auch ins offene Messer rennen zu lassen, wie die Behörden und unser Grundstücksverkäufer es mit uns gemacht haben.

Mehrere Betroffene haben bereits an den Petitionsausschuss des Landtages in Potsdam geschrieben.

Weitere Betroffene dürfen sich gern bei mir melden per Email: krawattenzwang@snafu.de

Angelika Holz

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