BRAWO über unseren Bürgertag

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Die Journalistin Eva Loth hat sich unseren Bürgertag angesehen. Am Wochenende erschien ihr Beitrag in der BRAWO:

Ein geschlossener Flächennutzungsplan ist auch für die Gemeinde Borkwalde notwendig. Darüber und über viele andere Punkte einer Prioritätenliste berieten und informierten Bürger und Gemeindevertreter des Ortes auf dem Bürgertag am vergangenen Samstag. Der Plan ist vor allem notwendig, um Baugrundstücke ausweisen zu können und, was den Bürgern und gewählten Volksvertretern noch wichtiger ist, für eine gerechte Verteilung von Kosten wie beim Straßenausbau. Vielleicht lässt sich dann auch die etwas ungewöhnliche Verteilung der Grundstücke für Innen- und Außenbereich korrigieren, die nach der Wende festgelegt wurde, um Baurecht für eine neu zu errichtende Siedlung herzustellen. Mit dem Planzeichen „Wohnen im Wald“ soll die besondere Charakteristik des Ortes erhalten bleiben, so Bürgermeisterin Renate Krüger. Diesem Punkt gilt auch der mehr als 3 jährige Kampf gegen die geplanten Windräder in der Umgebung. Diese werden kommen. Jetzt machen sich die Bürger und die Bürgerinitiative große Sorgen um den Brandschutz. Windräder können nämlich auch in Brand geraten, was bei Trockenphasen, wie sie waren, für den Ort sehr gefährlich werden kann.

Seit dem Jahr 1991 gab es in Borkwalde ein rasantes Bevölkerungswachstum, bedingt durch den Neubau einer Siedlung, die aufgrund der Bauart mit Holzhäusern, auch Schwedensiedlung genannt wird. Sie ist heute ein Alleinstellungsmerkmal Borkwaldes und ein touristischer Anziehungspunkt. Die Bevölkerungszahl ist von 392 im Jahr 1991 auf 1351 im Jahr 2000 gestiegen. Heute leben ca. 1500 Menschen in Borkwalde. Aber es fehlen Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Ein Gemeindezentrum soll entstehen, diese Idee entstand bereits in den 90er Jahren. Borkwalde verfügt über ein überdurchschnittliches Potenzial an engagierten Bürgerinnen und Bürgern und aktiven Gruppen, die auf unterschiedlichste Weise zur Gestaltung des Ortes und zur kulturellen Entwicklung beitragen. Diese treffen sich im Moment vorrangig in privaten Wohnungen. Im Gemeindezentrum könnten sich die Einwohner treffen, es könnte für das kulturelle Leben und später eventuell auch für Versorgungsmöglichkeiten genutzt werden. Seit dem Auszug der Schlecker Filiale gibt es außer einer Gärtnerei keine weiteren Versorgungseinrichtungen im Ort. Zum Einkaufen müssen die Einwohner nach Borkheide. Das ist zwar nicht weit, aber besonders für ältere Bürger schon sehr anstrengend. Mit Beschluss der Gemeindevertretung vom 24.08.2011 wurde das Projekt „Borkwalde-Mitte“ ins Leben gerufen, mit dem die weitere Gestaltung des Ortszentrums und die Verbesserung der örtlichen Infrastruktur durch die Schaffung eines Mehrzweckgebäudes erreicht werden soll. Es soll inmitten des Ortszentrums neben dem Astrid-Lindgren-Platz auf gemeindeeigenem Gelände erbaut werden. Die Gedanken, was in dem Gebäude alles untergebracht werden soll, sind sehr konkret. Errichtet werden soll es an der Ernst-Thälmann-Straße. Für die zu erwartenden Kosten wird ein Fördermittelantrag über ILE/LEADER gestellt, der Eigenanteil von ca. 300.000 € ist bereits seit 2016 im Haushalt eingestellt.

Ebenso wird ein neues Straßen- und Beleuchtungskonzept erarbeitet. 24 Kilometer Straßen hat die Gemeinde zu betreuen. Besonders der Zustand der Sandstraßen ist sehr schlecht. Der Hauptaspekt liegt auf der Instandsetzung. Denn wie in allen anderen Orten gibt es bei den Bürgern Befindlichkeiten, was den Neubau einer Straße betrifft, denn sie werden im Endeffekt zur Kasse gebeten. Auch deswegen ist der bereits erwähnte Flächennutzungsplan so wichtig.

Das Wohl der Jüngsten liegt den Bürgern besonders am Herzen. Deswegen war man auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen Spielplatz für Kleinkinder. In den Wohnsiedlungen gab es solche, die aber mit dem älter werden der Kinder immer seltener genutzt und dann auch nicht mehr instand gesetzt wurden. Man begab sich also auf die Suche nach geeigneten Flächen, die für ein solches Vorhaben im Besitz der Gemeinde sein müssen. Aber frühere Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern liefen ins Leere. Aber Borkwalde hat einen Bolzplatz. So entstand die Idee, einen Teil dessen zu nutzen. Nach der jüngsten Bauausschusssitzung wurden Maße genommen, Spielgeräte ausgesucht und Kostenvoranschläge eingeholt. Nun hofft man, voran zu kommen und zeitnah eine gute Lösung zu finden.

Foto: Eva Loth

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